1. Auszug aus meinem Buch "Mondschein-Sonate der Liebe"

1. Auszug aus meinem Buch "Mondschein-Sonate der Liebe"
ANGELIQUE

Angelique, eine wunderschöne junge Frau, schlenderte in aller Ruhe durch den leeren Park. Es war früh am Morgen. Vereinzelt zogen Menschen eilig an ihr vorbei. Alle hetzten sich ab, eilten irgendwohin. Sie hob den Kopf. Am blauen, wolkenlosen Himmel drehten Vögel einsam ihre Runden. Sie fliegen so vor sich hin, wohin und wann sie wollen, sie machen das, worauf sie Lust haben, und niemand stellt irgendwelche Fragen.

Vom Lufthauch einer leichten Brise erzitterten die hellgrünen Blätter an den Bäumen. Der Sommer begann gerade erst. Die Blätter hatten es noch nicht geschafft, unter den heiß brennenden Sonnenstrahlen zu verblassen. Noch ein Monat und der Sommer wird seine ganze Pracht entfalten.

Aber was hat das alles mit ihr zu tun? Sommer oder Winter, Sonne oder Schnee? Was für einen Unterschied macht das?
An diesem Morgen hatte die junge Frau keine Augen für all diese Schönheit. Sie ging einfach so vor sich hin und dachte über ihr Leben nach, über ihr Schicksal, das ihr manchmal solch verrückte Überraschungen bereitete, wie man sie nicht mal im Kino zu sehen bekommt. Und warum ist ausgerechnet sie so ein Pechvogel? Alles läuft bei ihr falsch. Im Privatleben genauso wie in allen anderen Dingen. Ihre Seele war schon so aufgewühlt, dass sie keine Kraft mehr hatte, gegen dieses ewige Pech anzukämpfen.

Doch plötzlich stoppte Angelique abrupt. Direkt vor ihr, den Weg versperrend, stand eine alte Zigeunerin. Sie trug Kleidung, wie man sie auch sonst gewöhnlich an Zigeunern sieht. Um den Kopf hatte sie ein rotes Tuch mit großen, schwarzen Rosen gebunden, unter dem graue Strähnen dicker Haare hervorquollen. Über den Schultern hing ein weiteres großes, farbenfrohes Tuch. Mehrere weite, bunte Röcke fielen bis zum Boden herab. An den Handgelenken baumelten Armbänder, Kettchen und Amulette. Allerlei seltsame Halsbänder und Ketten mit Federn prangten auf ihrer Brust. Die Zigeunerin stand vor Angelique und sah sie mit ihrem hypnotischen Blick an. Woher sie so plötzlich erschienen war, blieb ein Rätsel.

„Schöne Frau, vergolde mir das Händchen und ich werde dir die ganze Wahrheit erzählen“, flüsterte die Zigeunerin mit heiserer Stimme, ohne den Blick von Angelique zu wenden. „Ach, lass mich in Ruhe, ich weiß selbst, was geschehen ist und was noch sein wird“, versuchte Angelique die aufdringliche Wahrsagerin abzuwehren. „

Ach, du Schönheit, du weißt gar nichts. Du suchst dein Schicksal schon lange, suchst mal hier, mal dort. Wer weiß, vielleicht stimmt es ja und es wartet irgendwo auf dich, dort hinter den sieben Bergen …“ „Aha, nun sag nur noch, dass mein Schicksal wie in jenem Märchen weit in der Ferne sitzt, in einem fremden Land!“ „Genau das ist mein Reden, schöne Frau!“ „Und ich sagte dir schon, hau ab und verschwinde, ich will dich nicht mehr sehen! Dein Zigeuner-Geschwätz hat mir gerade noch zu meinem Glück gefehlt. Ich komme schon selbst mit meinem künftigen Leben klar, auch ohne deine Zigeuner-Weissagungen, ohne dein dummes Geschwätz“, antwortete Angelique bissig und warf einen giftigen und verächtlichen Blick auf die aufdringliche Zigeunerin. „Du bist, wie ich sehe, sehr dreist und ungezogen! Schade, ich wollte dir helfen. Aber dafür, dass du so grob zu mir warst, wirst du, schöne Frau, zahlen müssen“, drohte die Zigeunerin.

Und während sie dreimal über die linke Schulter spuckte, mit der linken Hand irgendwelche kreisförmigen Bewegungen ausführte und in ihrer rechten ein kleines Glöckchen erklingen ließ, war die Zigeunerin ganz dicht an die junge Frau herangetreten und sah ihr direkt in die Augen. Angelique stand wie angewurzelt, nicht in der Lage, sich vom Platz zu bewegen. Ihre Füße schienen am Boden angewachsen zu sein und watteweich zu werden, sie konnte sie überhaupt nicht mehr spüren. Die Zigeunerin starrte sie mit einem derartig schrecklichen und bedrohlichen Blick an, dass Angelique im selben Augenblick schwindlig wurde und ihr Schauer über den Rücken liefen.

„Ich lasse dich jetzt in Frieden ziehen. Geh weiter deinen Weg. Aber die Zeit wird kommen und du wirst dich an mich erinnern. Du wirst keine Ruhe haben, nicht am Tag und nicht in der Nacht. Du wirst die Begegnung mit mir herbeisehnen, um Antworten auf deine Fragen zu erhalten. Aber wann wir uns treffen, das entscheide nur ich. Du wirst mich um Hilfe bitten, weil deine Seele keine Ruhe finden kann. Nur ich entscheide, ob ich dir helfe oder nicht. Aber diese Hilfe wird nicht unentgeltlich sein. Du wirst für sie bezahlen müssen – mit deiner Freiheit. Ich sag‘ dir noch etwas zu deiner Zukunft. Dir gefällt ein Mann, den du nicht heiraten kannst. 

2 Auszug

2. Auszug aus meinem Buch „Mondschein-Sonate der Liebe“
 
„Jeder Mensch hat eine eigene Zukunft, seine Zukunft. Sie kann schön, wunderbar und erstaunlich sein wie der Sonnenaufgang oder aber abscheulich und schrecklich wie ein Hurrikan mit einem Tornado. Der Mensch kann sich nicht aussuchen, was ihm lieber ist, kann nicht wählen, was er mag, oder wie er den Rest seines Lebens sorgenfrei genießen kann. Nein, so funktioniert das nicht. Oder es passiert, dann aber meistens nur im Traum. Und was ich dir jetzt sagen werde, da bin ich mir ganz sicher. Vertrau meinem Wort.
Vom Moment der Geburt an gehört zu jedem Menschen sein eigenes, persönliches „Goldenes Buch des Lebens“. Mit seinem Namen und seinem ersten Foto. Minute, Tag und Jahr seines ersten Atemzuges auf dieser Erde sind hier festgeschrieben. Er erhält dieses Buch als sein erstes kostbares Geschenk im Leben.
Von wem genau?
Nur Gott weiß das. Doch der Mensch kann dieses Buch nicht sehen, denn es liegt nicht auf seinem Schreibtisch und steht nicht voller Staub auf einem Regalboden in seinem Bücherschrank. Es ist irgendwo da draußen, hoch oben, hoch über den Wolken. Dort, wohin kein Mensch durchdringen und niemand ungeliebte Seiten aus dem Buch reißen kann, wo der Mensch auch nicht dieses oder jenes, was passieren könnte, zu überschreiben versucht. Der Mensch vermag vieles, das ist wahr. Aber genau das kann er nicht – das Goldene Buch seines Lebens umschreiben. Dieses persönliche Buch des Lebens kann sehr, sehr dick sein, aber es gibt auch dünne Bände, die nur ein einziges oder einige wenige Blätter enthalten. Und davon, wie dick das Buch ist, hängt ab, wie lange dieser Mensch auf unserer Erde leben wird. Für jeden gelebten Tag – verschwindet auch ein Blatt aus dem Buch, einfach und lautlos. Ein weiterer Tag, und das Buch wird wieder um ein Blatt dünner.
Und so geht es aber nicht bis zur Unendlichkeit weiter, nein.

Отрывок из романа "Лунная Соната Любви"

Отрывок из романа "Лунная Соната Любви",

формат А-5, 212 страниц. Издательство epubli GmbH, Berlin.

Содержание:

   Красавица Анжелика-Эсмеральда случайно (или совсем не случайно!?) встречает на своём пути старую цыганскую колдунью-прорицательницу. Она стоит перед выбором -- следовать за ней в цыганский табор в поисках любви и роковой страсти, или остаться дома и век самой куковать, никакого счастья не видать.
   На что решится красавица?
   Поверит ли она цыганской колдунье?

   ...У каждого человека есть своё будущее. Прекрасное, удивительное и восхитительное, как восход солнца, или омерзительное и страшное, как ураган со смерчем. Человек не может сам выбрать то, что ему больше по душе, то, что нравится, или то, чем он хотел бы наслаждаться без забот всю оставшуюся жизнь. Нет, такого просто не бывает. Или бывает, но только в основном в мечтах. И то, что я скажу тебе дальше, я знаю точно. Можешь мне поверить на слово. С первой минуты рождения у человека есть своя личная Золотая Книга Жизни. С его именем и его первой фотографией. С первой записью минуты, дня и года его первого вздоха на этой земле. Он получает данную книгу как свой первый в жизни бесценный подарок.
   От кого именно? Одному Богу это известно. Но человек не видит этой книги, потому что она лежит не на его письменном столе, и не пылится на полке в его книжном шкафу. Она находится где-то там, высоко за облаками. Там, куда человек не может проникнуть и вырвать несколько не понравившихся листочков из неё, или переписать тот или иной факт из того, что может произойти. Человек многое может, это верно. Но именно это он не в состоянии сделать -- переписать свою Золотую Книгу Жизни. Эта персональная книга жизни бывает очень, очень толстой, а бывает и тоненькой, всего один, или несколько листочков. И от того, какой толщины эта книга, зависит, как долго человек проживёт на этой земле...